Wenn Sie sich überfordert fühlen oder Suizidgedanken haben

Sie müssen damit nicht allein bleiben. Hier finden Sie schnelle, anonyme und kostenfreie Unterstützung.

ME/CFS kann Menschen körperlich und seelisch sehr belasten. Wenn Sie merken, dass Ihnen alles zu viel wird, Sie sich hoffnungslos fühlen oder Suizidgedanken haben, dann müssen Sie damit nicht allein bleiben.

Sprechen Sie bitte mit jemandem, dem Sie vertrauen, oder wenden Sie sich an professionelle Unterstützung.

TelefonSeelsorge – anonym, kostenfrei, rund um die Uhr

Manchmal hilft ein erstes Gespräch bereits, manchmal braucht es mehrere Gespräche oder zusätzliche Unterstützung.

Wenn Sie sich in akuter Gefahr befinden oder Sorge haben, sich etwas anzutun, rufen Sie bitte sofort den Notruf 112 oder suchen Sie die nächstgelegene Notaufnahme auf.

Wenn der Wunsch, nicht mehr leben zu wollen, klar und anhaltend ist

Manche Menschen mit schwerer Erkrankung erleben nicht nur vorübergehende Krisen, sondern kommen zu einem ernsthaften und über längere Zeit bestehenden Wunsch, ihr Leiden zu beenden. Auch dann ist es wichtig, nicht allein zu bleiben, sondern das Gespräch zu suchen und sich begleiten zu lassen. Ein anhaltender Wunsch nach Lebensbeendigung sollte niemals allein getragen werden und verdient eine sorgfältige, respektvolle und professionelle Begleitung.

Wenn Sie sich zu Fragen rund um Selbstbestimmung, das Lebensende und Sterbebegleitung informieren möchten, verweisen wir auf die ergebnisoffene Beratung des Beratungstelefons Schluss.PUNKT – eine Initiative der DGHS (Deutsche Gesellschaft für Humanes Sterben).

Beratungstelefon Schluss.PUNKT

Das Gespräch dient der Information und Orientierung. Niemand muss schwierige Gedanken oder Entscheidungen allein tragen – weder in einer Krise noch bei Fragen rund um ein selbstbestimmtes Lebensende.


Begleitung durch einen Sterbelotsen

Der Sterbelotse Andreas Striefler begleitet seit vielen Jahren Menschen, die sich mit Fragen rund um Sterbefasten (Freiwilliger Verzicht auf Essen und Trinken, FVET) und anderen Formen der Auseinandersetzung mit schwerem Leidensdruck beschäftigen.

Dabei zeigt sich immer wieder: Bereits das offene Gespräch über den Wunsch, „so“ nicht mehr leben zu wollen, kann neue Perspektiven eröffnen. Gemeinsam können Alternativen sichtbar werden, Wege zur Entlastung entstehen und Möglichkeiten gefunden werden, wieder Zeiträume mit Lebensqualität zu schaffen – manchmal Tage, Monate oder auch Jahre.

Eine solche Begleitung versteht sich nicht als Vorgabe einer Entscheidung, sondern als respektvoller, ergebnisoffener Gesprächsraum für Fragen, Sorgen, Ängste und persönliche Wünsche. Sie ersetzt keine medizinische, psychiatrische oder akute Krisenversorgung.


Weiterführende persönliche Erfahrungsberichte und Perspektiven zum Umgang mit schwerem Leidensdruck finden Sie hier: „Liebe Silja“ – Birte Viermann.